Frei improviserte Musik entsteht
ohne (notierte) Partitur. Der improvisierende Musiker versucht
seine Ideen im selben Moment direkt mit seinem Instrument
zu realisieren: Pläne, Klänge, Abläufe, Reaktionsmuster,
Spieltechniken, Satztechniken, Formen etc.
Ob dies gelingt, weiss einzig der Spieler selber. Die Distanz
zwischen Idee und Resultat ist von aussen schwer erkennbar
und für die Musik selber relevant - ein Defizit oder
ein unerwarteter Gewinn - oder belanglos.
Musikkritik orientiert sich an der Vorgabe, meist am notierten
Werk. Der Musikkritiker vergleicht im jeweiligen Kontext
die Umsetzung und Auslegung dieser Vorlage mit seiner eigenen
Wunsch-Vorstellung. Im besten Fall wird er die beurteilte
Interpretation seiner Vorstellung vorziehen.
Wie ist die Beurteilung eines Werkes ohne Partitur und Tonaufzeichnung
möglich?
Welche Kriterien sind zur Beurteilung improviserter Musik
sinnvoll?
Sind Vergleiche mit komponierter Musik standhaft?
Welchen Sinn macht die nachträgliche Evaluation von
Musik, die nur aus dem Moment entsteht und nur für
diesen Moment bestehen will?

4
Finale in Basel
Musik,
Kritik, Reflexion und Diskussion
Imprimerie
Basel
St. Johanns-Vorstadt
19/21, 4056 Basel, www.imprimerie-basel.ch,
Tel+41 61 261 71 21, Fax +41 61 261 71 22
Unter dem Thema: "Kritik
der frei improvisierten Musik - wie kann Qualität beurteilt
werden?" spielen an 4 Daten 4 Trios. Deren Musik wird
gleich anschliessend von jeweils 2 Kritikern beurteilt.
Der Moderator leitet das Gespräch mit dem Publikum.
Harald
Kimmig Trio
So 24. Februar
11h00
Thomas
Meyer, Musikkritiker/Musikjournalist
Rudolf
Kelterborn, Komponist, Roland
Moser, Komponist
Harald
Kimmig, Violine,
Hansjürgen
Wäldele, Oboe, Nicolas
Rihs, Fagott
René
Krebs Trio
So 16. März 11h00
Thomas
Meyer, Musikkritiker/Musikjournalist
Roland
Moser, Komponist,
Sebastian
Kiefer, Musikkritiker
René
Krebs, Trompete, Hansjürgen
Wäldele, Oboe, Nicolas
Rihs, Fagott
Daniel
Studer Trio
So 20. April 11h00
Thomas
Meyer, Musikkritiker/Musikjournalist
Rudolf
Kelterborn, Komponist, Hansheinz
Schneeberger, Musiker
Daniel
Studer, Kontrabass, Hansjürgen
Wäldele, Oboe, Nicolas
Rihs, Fagott
Philippe
Micol Trio
So 18. Mai 11h00
Thomas
Meyer, Musikkritiker/Musikjournalist
Hansheinz
Schneeberger, Musiker, Sebastian
Kiefer, Musikkritiker
Philippe
Micol, Bassklarinette/Sopransaxophon,
Hansjürgen
Wäldele, Oboe, Nicolas
Rihs, Fagott
Eintritte:
30.-/20.-/10.- (4Finale 80.-/60.-/30.-, 3Finale 70.-/50.-/20.-,
2Finale 40.-/25.-/15.-)
Vorverkauf: reservation@imprimerie-basel.ch,
Tel+41 61 261 71 21 (auf Band sprechen)

Anschliessend an die Veranstaltungen kann im hauseigenen
Restaurant
Druckpunkt diniert werden: Einheitsmenu: Gute,
einfache Küche CHF 12.-
Anmeldungen bis Mittwoch vor der Veranstaltung direkt
an Restaurant
Druckpunkt: 061 261 50 22
Die Imprimerie
Basel ist mit öffentlichem Verkehr erreichbar.
Vom Bahnhof
SBB via Haltestelle Johanniterbrücke
mit dem Tram 11 oder dem Bus
33.
Vom Badischen Bahnhof via Haltestelle
Johanniterbrücke mit dem Bus
33.

12
Heimspiele (12 Triokonzerte)
in Biel
/ Uster
/ Zürich
/ Duisburg
/ Freiburg
i Br./ Weil
Das Gastgeberduo Wäldele/Rihs lädt
an den Wohnorten aller beteiligten Musiker je einen Gast
zum Heimspiel im Trio ein. Der Gast wird zudem seine Annäherung
ans Freie Improvisieren thematisieren und zur Diskussion
stellen.
Die schweizer Kulturstiftung
Pro Helvetia betrachtet unser Projekt als „modellhaft,
wie hier die freie Improvisation zur Diskussion gestellt
wird, sich vernetzt und vermittelt“. Ebenfalls haben
die Kantone Basel-Stadt/Basel-Land, der Kanton Bern, der
Kanton Zürich, die Stadt Biel, die Stadt Uster, die
Stadt Weil am Rhein, das Migros Kulturprozent, die Migros
Aare, das Festival "Duisburger Akzente", die Suisa-Stiftung
für Musik, die Ernst und Olga Gubler-Hablützel
Stiftung, die Ernst Göhner-Stiftung, die Georges und
Jenny Bloch Stiftung, die Schweizerische Interpreten-Stiftung,
der Schweizerische Tonkünstlerverband und die Fondation
Nicati-De Luze bereits Ihre Unterstützung zugesagt.
.
. 


frühere
Veranstaltungen:
14.
Dezember 2003
Matthias
Arter
Ensemble: Ist ein Solist einsam? Verderben
viele Köche den Brei?
25. Januar
2004
Rudolf
Lutz
Idiom und Freiheit: Von stilistischen Einschränkungen
und einigen illusionären Visionen.
14. März
2004
Alfred
Zimmerlin
Plan: Theoriebildung in der Improvisation.
Beobachtungen an den Wurzeln der Musik.
25. April
2004
Walter
Fähndrich
Halt und Makel: Gibt es objektive Qualitätskriterien
für Musik? Kann eine Improvisation "scheitern"?
6. Juni
2004
John
P. MacKeown
Spiel: Der Homo ludens in der Musik. Eine
etwas verspielte Musikgeschichte
16.
Januar 2005
Peter
K Frey
Improvisierte Musik im Internet:
Möglichkeiten dieses Mediums für die improvisierte
Musik
27.
Februar 2005
Marianne
Schuppe
An den Rändern der Sprache:
vom Spiel mit Bedeutungen
22.
Mai 2005
Christoph
Schiller
Präparieren,
Manipulieren:
die Bedeutung der sogenannten Klangforschung in der improvisierten
Musik
19.
Juni 2005
Lukas
Rohner
Mehrstimmiges
Blasen:
Begegnungen von Mehrklängen auf Oboe und Fagott mit
neuerfundenen Tastenblasinstrumenten
12.
Juni 2005
“Faites
vos Jeux”
Nocturne-Konzert:
Peter K Frey-
Kontrabass, Marianne
Schuppe
- Stimme, Christoph Schiller - Klavier, Lukas Rohner - Tastenblasinstrumente,
Hansjürgen Wäldele - Oboe, Nicolas Rihs
- Fagott
22.
Januar 2006
Urban Mäder
Es
gibt nur Improvisation
12.
Februar 2006
Philippe
Micol
Improvisation: Die
Kraft der Freiheit
26.
März 2006
Michel
Seigner
"Freie Improvisation"- Ein irreführender
Begriff
7.
Mai 2006
Hans-Jürg
Meier
Formale Verpflichtungen aus dem Moment
1.
Juni 2006
Nocturne-Konzert
von
und mit: Hans-Jürg Meier – Blockflöten,
Hansjürgen
Wäldele - Oboe,
Philippe Micol – Klarinette/Saxophon, Nicolas
Rihs - Fagott, Michel
Seigner – Gitarre/Electronics, Urban Mäder –
Klavier
11.
Februar 2007
Mischa
Käser
die
musikalische Geste
18. März 2007
Matthias
Schwabe
Sichtbare Musik (visual music)
29. April 2007
Sylwia
Zytynska
Geste(r)n und Morgen
13. Mai 2007
Peter
Baumgartner
Kritik der Geste
2.
Juni 2007
1
Soiree: 4 Porträts
Von
und mit: Mischa Käser –
Stimme, Hansjürgen
Wäldele - Oboe, Nicolas Rihs - Fagott,
Matthias Schwabe – Klingende Materialien, Sylwia Zytynska
– Schlagzeug, Peter Baumgartner – Powerbook