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vom
Potential einer musikalischen Geste
Aspekte der Freien Improvisation
Musik, Referate und Diskussionen
4. Matinee
Sonntag, 25. April 2004,
11.00 - 12.30 Uhr
Musik-Akademie Basel "Haus Kleinbasel", Rebgasse
70, 4058 Basel
Hansjürgen Wäldele,
Nicolas Rihs und Walter Fähndrich
Halt und Makel: Gibt
es objektive Qualitätskriterien für Musik? Kann
eine Improvisation "scheitern"?
Die Haltung des Spielenden birgt in
jedem Augenblick die Möglichkeit des Gelingens oder die
Gefahr des Scheiterns. Das bedingungslose Vertrauen in das
entstehende Stück und den Anteil des Spielenden daran
ist der seidene Faden, der das Spiel trägt. Die absolute
Ausschliesslich-keit des spielenden Tuns ist sein Kokon. Ich
spiele mit Klang, um mit Klang zu spielen. Allzu gross ist
die Versuchung, zu spielen um zu gefallen, mit erprobten Tricks
und spektakulären Aktionen um die Gunst des Hörers
zu buhlen. Es gibt wenig Musik, die solches Buhlen überlebt.
In jedem Handeln lauert der Keim des Versagens. Improvisation
ist ein Vorgang von grösster Komplexität und als
solcher auch anfällig für Fehlleistungen. Bereits
wenn mein Spiel sich nicht mit meiner Hörerwartung deckt
ist dies unzweifelhaft ein Fehler. Ein solcher Fehler wird
genauso selten die Musik verderben, wie eine falsche Note
ein komponiertes Werk. Die beliebte Praxis, durch Wiederholen
der fehlgeschlagenen Aktion eine "Legitimation"
nachzuliefern ist unredlich und selten ein Gewinn für
das Stück
Walter
Fähndrich
1944 Geboren in Menzingen (ZG).
1965-1971 Musikstudium am Konservatorium Luzern (Hauptfächer
Theorie und Viola).
1971-1985 Unterrichtstätigkeit: Theorie SMPV; Schulmusik
Gymnasium; Violine/Viola; Musikalische Früherziehung.
Seit 1972 Komposition von Musik zu Hörspiel, Theater,
Ballett, Film.
Seit 1973 Konzerte mit improvisierter Kammermusik.
Workshops zu Live-Komposition / Improvisation.
Seit 1979 Komposition und Realisierung elektroakustischer
Musik.
Seit 1980 MUSIK FÜR RÄUME: Musikalische Projekte
und Installationen in Innen- und Aussenräumen.
Seit 1981 Internationale Konzerttätigkeit als Viola-Spieler
mit Eigenkompositionen.
1983-1992 Vorstandsmitglied des Institutes für Neue Musik
in Darmstadt (BRD).
Seit 1985 Lehrstelle für Improvisation an der Musik-Akademie
der Stadt Basel.
1990 / 1993 / 1996 / 1999 / 2002 Planung und Leitung der INTERNATIONALEN
TAGUNGEN FÜR IMPROVISATION, LUZERN.
Herausgeber der Buchreihe Improvisation (Amadeus-Verlag).
Lebt in Brissago.
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