foto-bio.07
Aspekte der Freien Improvisation: 11.2. - 2.6.2007
 
   
 
 
 

Foto: Lucian Hunziker, Basel 2007

Foto: Lucian Hunziker, Basel 2007

Foto: Lucian Hunziker, Basel 2007

Foto: Lucian Hunziker, Basel 2007

Aspekte der Freien Improvisation, 11.2.-2.6.2007

vom Potential einer musikalischen Geste

 

Foto: Lucian Hunziker, Basel 2007

 

Matthias Schwabe,
studierte Komposition und Musiktheorie in Karlsruhe und Hamburg. Ausbildung und Mitarbeit bei Lilli Friedemann in Musikalischer Gruppenimprovisation. Seit 1984 freiberuflich tätig in Berlin als Komponist, Improvisator, Musikpädagoge und Musikpädagogik-Autor. Gründungsmitglied des Improvisationsensembles “Ex Tempore“. Fortbildungstätigkeit im Bereich kreativer Musikpädagogik im In- und Ausland. Lehraufträge am Sozialpädagogischen Institut Berlin und an der Universität der Künste Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen über musikalische Improvisation und Kreativität. Vorsitzender des international tätigen Rings für Gruppenimprovisation. Herausgeber des Ringgesprächs über Musikalische Gruppenimprovisation, der einzigen deutschsprachige Fachzeitung zu Theorie und Praxis improvisierter Musik. Gründer und Leiter des Veranstaltungs- und Fortbildungszentrums für improvisierte Musik exploratorium berlin.

Gruppe EX TEMPORE
Eiko Yamada Blockflöten, Klavier, Schlagzeug, klingende Materialien
Herwig von Kieseritzky Oboe, Klavier, Schlagzeug, klingende Materialien
Matthias Schwabe Querflöte, Viola, Klavier, Schlagzeug, klingende Materialien
Die Gruppe EX TEMPORE entstand 1986 aus einem Kreis improvisierender Musiker um die Geigerin Lilli Friedemann. Zunächst stand die freie Improvisation Neuer Musik im Mittelpunkt der Arbeit. Durch neue Erfahrungen, u.a. in der Zusammenarbeit mit anderen Künstlern aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz und Theater, entwickelte die Gruppe daneben eine Art musikalischer Performance, bei der bestimmte Ideen (z.B. Materialvorgaben, Bewegungsarten, Ordnungen im Raum bis hin zu geplanten Abläufen) als Rahmen wirken, der dann improvisatorisch gefüllt wird. Außer dem sparsamen Einbezug szenischer Elemente in die Improvisation und der Verwendung von Materialien (anstelle von Instrumenten) spielt hierbei auch der jeweils umgebende Raum als vorgegebene situative Bedingung eine größere Rolle für die Konzeption eines Stückes.
Aufführungen in München, Frankfurt, Hamburg und Berlin, hier u.a. an der Hochschule der Künste (1987), im Hamburger Bahnhof anlässlich der Ausstellung “ZEITLOS” (1988), in der Akademie der Künste (West) als Finale der André-Thomkins-Retrospektive (1989) und im Rahmen der Ausstellung “Mathias Goeritz - el eco” (1992), im Martin-Gropius-Bau (1991), im Konzerthaus (1995) in der Werkstatt der Kulturen (1999) und zur Jahrtausendwende im Kammermusiksaal der Philharmonie.
Kompositionsstipendium 1990 und Kompositionsauftrag 1993 der Senatsverwaltung für kulturelle Zusammenarbeit in Berlin. 1997/98 Kompositionspreis beim Chorwettbewerb des Deutschen Musikrats.

www.matthiasschwabe.com

 

 

Foto: Lucian Hunziker, Basel 2007

 

Mischa Käser
• geboren 1959 in Zürich
• erste Kompositionen im Kindesalter und das Gefühl, die Welt musikalisch erfahren zu können
• Gitarrenstudium in Winterthur (1978-1982)
• Kompositionsstudien bei Hans-Ulrich Lehmann in Zürich (1985-1989) und Roland Moser in Basel (1985-1989)
• Lautenstudium in Basel an der Schola Cantorum (1987-1989)
• ab 1990 erste Erfahrungen als Theatermusiker und Theaterkomponist, später Regisseur eigener Theater- und Musiktheaterprojekte
• Mitbegründer verschiedner Ensembles, zuletzt des Improvisationstrios III-VII-XII, wo er als Vocalist mitwirkt
• Mischa Käser lebt seit 1985 als Komponist, Regisseur, Musiker und Gitarrenlehrer in Zürich
• Kompositorische Schwerpunkte: Vocalmusik, Kammermusik

Preise
1992 Preisträger des Zürcher Werkjahres
1996 Conrad Ferdinand Meyer Preis
1998 Prix International de Composition musicale „Reine Marie José" 1. Preis für das Orchesterstück "Ordouble“
2004 1. Preis der Schweizerischen Autorengesellschaft SSA für transdisziplinäres Schaffen für das Projekt SOUNDING SCULPTURES
2004 Kompositionspreis des Kantons Zürich

Theater- und Musiktheaterprojekte
1993 Stimmen am Rande (Gessnerallee)
Uraufführung des Kammerspiels „Im Herbst da reiht der Feenwind – Mitteilungen aus der Isolation“ (Texte schizophrener Dichter)
1995 Muthalis (Rote Fabrik)
eine Performance für 3 gebärdesprechende Gehörlose, 3 Tänzer und 3 Musiker
1997 Nettchen (Walserwoche in Biel)(Opernhausstudio in Zürich)
ein mikrodramatisches Singspiel nach Robert Walser für die Oberwalliser Spillit,zwei Schauspielerinnen, einen Schauspieler, Sopran und Tenor.
2000 Herzgewächse – Es dünkt mein Herz mich lang chli färn
(Rote Fabrik und Gastspiel im Stadttheater Basel)
für 3 Stimmen, Kontrabass, Schlagzeug, Breakdancer, mechanische Tiere und Tonband
1999-02 7 Bagatellen – Abgesang
für 2 Schauspieler, 1 Schauspielerin, 1 Kind und 3 Musiker
2002-04 SOUNDING SCULPTURES
eine musiktheatralische installation (Haus Konstruktiv) für 3 schauspieler, 3 tänzer, 3 soprane, 5 musiker, 3 statistinnen, 1 chor, und 100 mechaninsche Tiere

 

 

Foto: Lucian Hunziker, Basel 2007

 

Sylwia Zytynska

1963 in Warszawa (Polen) geboren
Sylwia Zytynska studierte Schlagzeug an der Akademia Muzyczna in Krakow und an der Musikhochschule Basel
Seither konzertierte Sie als Solistin und Kammermusikerin auf vielen Bühnen der zeitgenössischen Musik und spielte zahlreiche CD- und Rundfunk-Aufnahmen ein.
Sie war über 10 Jahre ein festes Mitglied des „Ensembles 13“ in Karlsruhe,
spielte viele Konzerte im Duo mit dem Geiger Egidius Streiff, sowie auch mit dem Quartett „e-motion“ (mit dem Saxophonisten Marcus Weiss, dem Gitarristen Maurizio Grandinetti und dem Pianisten Paolo Alvarez).
In den letzten Jahren stehen vermehrt eigene Projekte, Performances und Kompositionen im Mittelpunkt ihres Schaffens.
Seit vier Jahren verbindet sie mit Marianne Schuppe (Stimme) und Alfred Zimmerlin (Cello) eine intensive Improvisationsarbeit.
Ihr besonderes Interesse für Musiktheater, Neue Musik und Performances führte sie 1991 zum Festival „Neue Musik Rümlingen“, wo sie seither in der Programmgruppe mitwirkt.
Sylwia Zytynska unterrichtet seit 1985 Schlagzeug an der Musik-Akademie der Stadt Basel.
Seit Oktober 2004 leitet Sie Im Gare des Nord im Basel, ein eigenes Gross-Projekt für Kinder und mit Kindern, den „Gare des Enfants“.
Sie war Composer of the Week beim „Musikmonat“ 2001 in Basel und erhielt im selben Jahr den Kulturpreis der Alexander Clavel- Stiftung.
Sylwia Zytynska hat zwei Kinder und lebt in Basel.

 

 

Foto: Lucian Hunziker, Basel 2007

 

Peter Baumgartner (bloom)
Geboren 1967 in Liestal.
Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit in Reinach AG (Oberwynental) Beginn einer Maschinenzeichner-Lehre.
Erste Kontakte mit Philosophie und Psychoanalyse und dadurch ausgelöste persönliche Entwicklungen führen zum Abbruch der Lehre und zum Eintritt in die Kantonsschule Beromünster; C-Matur 1989.
Seither autodidaktische Beschäftigung mit Sprache, Kommunikation, Wahrnehmung, Musik und Geisteswissenschaften.
Verschiedene literarische Arbeiten.
Lebt und arbeitet seit 1990 im Grossraum Basel und setzt sich intensiv mit dem zeitgenössischen Musikgeschehen auseinander.
Ab 1998 Auftritte mit lautpoetischen Arbeiten im Übergangsbereich zwischen Sprache und Musik (Basel, Bern, Wil).
Macht seit 1999 Musik mit dem Computer und spielt seit demselben Jahr mit Christoph Schiller (Klavier und Spinett) in einem festen Duo
(Auftritte in Basel, Zürich, Bern, Mulhouse und Strasbourg).
Spielt als "bloom" solo und in Duos mit pe lang, Christoph Hess (Strotter Inst.), Kim Oetliker (Kimiko), Jason Kahn und dem improvisierenden Gesangsensemble "Millefleurs".
Seit kurzem spielt er in einem Quartett mit Christoph Schiller, dem Perkussionisten Alexandre Kittel (Mulhouse) und dem Saxophonisten Bertrand Gauguet (Paris).
2002 organisierte er in Basel den "Loop-Brocktober": in vier Brockenstuben der Stadt Basel spielte er jeweils am Mittwochnachmittag während den Öffnungszeiten halb-installativ, am Abend in einem eigentlichen Konzert.
Von Zeit zu Zeit erhält er die Möglichkeit, eine Klanginstallation zu machen (u.a. beim Projekt "Tram-Sphère" in einem ehemaligen Tramdepot in Zürich - und im Treppenhaus des "Progr" in Bern im Rahmen der "Leerraum"-Reihe von Klanginstallationen).
Eine Solo-CD ist 2004 beim Label Leerraum erschienen ("bloom - tristan da cunha"), 2005 eine Duo-CD mit Christoph Schiller beim portugiesischen label creative sources ("Savagnières").
Er schreibt für die Aargauer und die Basellandschaftliche Zeitung und für die Schweizer Zeitschrift für Neue Musik "dissonanz/dissonance" über elektronische, elektroakustische, improvisierte und/oder komponierte zeitgenössische Musik; ausserdem schreibt er gelegentlich längere essayistische Texte zu entsprechenden Themen (eine Sammlung solcher Texte kann unter dem Titel "Das alltägliche Selbstsein" von seiner Website heruntergeladen werden).
Seit Herbst 2005 arbeitet er nach mehreren Jahren Abstinenz auch wieder an einem längeren literarischen Text.
Anfang 2006 hat er bei der SAKES Nordwestschweiz eine Ausbildung im Bereich Erwachsenenbildung (mit Schwerpunkt "Themenzentrierte Interaktion") begonnen.
Er lebt mit der Pianistin Tanja Masanti zusammen und ist seit 2000 Vater von Lea Lisa Philomena (mit Job-Sharing).

www.sonic-bloom.ch

In den Alltag zurück
Von Urs Grether

"Peter Baumgartner-PowerBook" steht auf dem Cover der CD mit Improvisationen, die er - geprägt durch die intensive Auseinandersetzung mit Martin Heidegger - "Das alltägliche Selbstsein" betitelt hat: Baumgartner, 1967 geboren, tritt viermal in Basler Brockenstuben auf.
Baumgartners "Loop-Brocktober" ist das erste Projekt, das er komplett in Eigenregie durchgezogen hat.
Im Grunde liegt die Parallele zwischen dem Second-Hand-Gedanken der "Brockis" und dem Sampling-Vorgang durch den Computer auf der Hand. Aber Baumgartner hat nicht die blosse Beschallung der Orte im Sinn. Die Grenzen zwischen Klanginstallation und Konzertrahmen sind fliessen: Es geht ihm um diese Schnittstelle zwischen Alltag und (aus dem Alltag herausgehobener) Konzert-Situation.
Er gestaltet längere, beatlose Kompositionen, die sich viel Zeit nehmen. Das unterscheidet sein Projekt wohltuend von der gnadenlos durchgestylten, aus Zürich importierten Beat-Tapete namens "Rundfunk.fm", die derzeit an ausgewählten "In-Places" und auf Radio X durchexerziert wird.
Zwischen den 100000 Büchern des "Bücher-Brockis" im Gundeli gestaltet Baumgartner am Abend eine halbstündige Komposition, die er mit Regengeräuschen, Glasklängen und Kuhglocken rahmt. In der Mitte kommen die Papier- und Lüftungsgeräusche zu Ehren, die beim Nachmittagsauftritt einen Fonds legten.
Am Nachmittag traten die Stimmen und Schritte der Kundschaft, der Bedienung, Das Hupen, Handys und ein Rasenmäher auf dem Dach mit den Klängen in einen Dialog. Als die Klänge verstummt sind, empfand ich einen Verlust wie über einen Freund, der fort ist: Ich war wieder allein mit mir selbst.
Baumgartner, der mit Pedalen und zusätzlich angehängten Geräten (Keyboard, "MIDI"-Regler) eine ergonomische Stellung für sein Spiel wählt, hat am frühen Nachmittag noch Aufnahmen gemacht. Wie er mit kleinsten und sorgfältigsten Bewegungen des Aufnahme-Miks weite Klangräume durchmisst, mache für ihn das Element des eigentlich Virtuosen bei seiner Arbeit aus.

Erschienen in der Basellandschaftlichen Zeitung (hier leicht gekürzt)

 

 

Foto: Lucian Hunziker, Basel 2007

 

Hansjürgen Wäldele

Musikstudium mit den Hauptfächern Oboe und Musiktheorie/Komposition in Basel. Verschiedene Ensembles (Getreidesilo, Trio adesso, Orpheus- Quintett Basel, Ensemble Neue Horizonte Bern, Ensemble Capricorn, Les roseaux chantants). Projekte mit improvisierter und komponierter Musik. Zahlreiche Uraufführungen. Soloprogramme. Kompositionen (vom Solo bis zur Oper). Kurse und Workshops. Lehrtätigkeit (Oboe und Methodik) an der Musik-Akademie Basel.

Seit 1960 Begegnungen mit Roland Moser, Christian Kaden, dem Schwarzwald, Andrej Tarkowskij, Johann Sebastian Bach, Ännchen von Tharau, Brunello di Montalcino, Fritz Lang, John Cage, der Bibel, Karl Valentin, Walther Fähndrich, Friedrich v. Hardenberg, Arundo donax L., Martin Buber, Johann Peter Hebel, Mamya C3, Thrasybulos Georgiades, Paul Klee, Asterix, The Macallan, Ennio Morricone, New York, André Lardrot, Edgar Allan Poe, Heraklit, u.a.

Der eigensinnige Komponist, versierte Improvisator, einfühlsame Pädagoge und virtuose Oboist, komponierte eine Oper für eine ganze Musikschule, dirigiert seinen eigenen Kinderchor , entdeckt « Neue Horizonte », schreibt Kriminalalpträume für musizierende Kinder, lässt stumme Filme erklingen und ...

 

Nicolas Rihs

Improvisieren, Komponieren, Forschen (www.list-woodwind.net), Unterrichten (Fagott, Methodik an der Musik-Akademie Basel), Konzertieren (ON eAr LICkS, Ensemble Capricorn, Getreidesilo)

enseigne le basson et la méthodique à l'Académie de Bâle. Il est l'initiateur de divers programmes de concert : Getreidesilo, ON eAr LICkS, CH2N, Influence, Ouvertüren, Hommage. Il coordonne l'édition du «Lexicon of instrumental sound techniques for woodwinds» sur CD-Rom et Interne

Als Fagottist widmet er sich neben seinem Engagement für die Kammermusik, der Komposition und seiner leidenschaftlichen Liebe für akustische Klangphänomene. Er ist Lehrer an der Musik-Akademie Basel.
Konzerte mit Werken von Bach J.S., Bach C.P.E., Beethoven, Buxtehude, Denisov, Haydn, Messiaen, Mozart, Poulenc, Schütz, Saint Saëns, Telemann, Vivaldi, Yun, Zelenka und Improvisationen mit Daniel Cholette, Martin Christ, Daniel Glaus, Walter Grimmer, Françoise Matile, Rudolf Meyer, Philippe Racine, Hansheinz Schneeberger, Christoph Schuler, Andel Strube, Martin Truninger, Andreas Wäldele, Hansjürgen Wäldele, Alfred Zimmerlin in Alignan, Athen, Arcidosso, Basel, Berlin, Bern, Biel, Freiburg, Genf, Heilbronn, Kassel, Luzern, Paris, Rotterdam, St. Maria, Vaduz, Venedig, Zürich

http://www.nicolasrihs.net

 

 
Hansjürgen Wäldele 0(049)7626 1041 Entfernen Sie bei der Email-Adresse die Tiefstriche (Underscores) am Anfang und am Schluss
 
Entfernen Sie bei der Email-Adresse die Tiefstriche (Underscores) am Anfang und am Schluss Nicolas Rihs 0(041)32 / 322 17 53
 
  Up               
 
Stand: 25.05.2007