Am 5. Dezember 2010 spielte Roland Moser in einer 4stündigen Performance mit der Gruppe Black Market International und dem Ensemble Neue Horizonte Bern in der Dampfzentrale Bern mit seinen im Buch (Aspekte der freien Improvisation) vorgestellten 4 Spiel-Begriffen Absicht / Eingebung / Gewohnheit / Zufall. Zur Anwendung kamen sie in 4 verschiedenen Typographien auf 16 Blättern in 4 verschiedenen Formaten. In der letzten Stunde wurden die Blätter in das Gesamtgeschehen der Performance eingebracht und teilweise frei weiter verwendet. Davon gibt es 8 Fotos. Die 16 Blätter und 8 Fotos existieren in 3 unverkäuflichen Mappen mit je 16 Blättern und 8 Fotos, die sich beim Widmungsträger, dem Initiator des Buchs und beim Autor befinden und bei diesen, nach telefonischer Anmeldung, zwischen Mitte August und Mitte Dezember 2011 eingesehen und je nach Bedarf diskutiert werden können.
Ein Konzert des Ensembles L’ART POUR L’ART. Matthias Kaul liest die Eckbuchstaben jeder Zeile seines Beitrags für die Textsammlung Aspekte der Freien Improvisation.
Matthias Kaul, Ensemble L’ART POUR L’ART
5
4.9.2011
21h
Berlin ausland Lychener Str. 60
selbstbestimmung einer szene Book Release Party
echtzeitmusik berlin erforscht, dokumentiert und reflektiert ein vielschichtiges Phänomen innerhalb der Berliner Musikkultur, dessen Einfluss und Bedeutung weit über die Stadt hinauswirkt.
mit AutorInnen-Lesungen auf deutsch und englisch, Videos und Tanzmusik mit dem Coolquartett
sven-åke johansson, gesang, schlagzeug
axel dörner, trompete
zoran terzic, klavier
jan roder, kontrabass
Burkhard Beins, Christian Kesten, Gisela Nauck, Andrea Neumann (Hg.)
Peter Mischung
Nicolas Rihs Sebastian Kiefer Matthias Schwabe Michael Vorfeld
6
5.9.2011
19h
Biel
montags um sieben
Quellgasse 3
das ist gut so
Fritz Hauser bestätigt: Auch in Kirgistan besteht Interesse an freier Improvisation.
Kjell Keller
7
10.9.2011
17h
Zürich
Goldbrunnenstrasse 142
Par-Cour
Performance mit Musik und Aussenraum
Eine Performance mit Musik unter Einbezug der Aussenräume: Das Flachdach des Musikraumes ist wie eine natürliche Bühne. Das Geschehen kann von den Fenstern der umliegenden Häuser von ca. 70 Wohnungen aus betrachtet und gehört werden. / Improvisierte Musik und Performance verlassen den abgeschirmten Rahmen.
Dorothea Rust Performance Priska Walss Alphorn Sara Maurer Stimme Claudia Ulla Binder Piano
8
10.09.2011
15h
Berlin
Spielplatz in den Gärten der Welt
Berlin-Marzahn
Diskussion mit meiner Enkelin und ihren FreundInnen
alle 1. Klasse, 6jährig, aber pfiffig.
Christian Kaden
9
11.9.2011
15h
Buuseregg nach Maisprach
(Bus 100, Gelterkinden ab 14:40; Rheinfelden ab 14:16 oder 14:46)
Wanderung mit Lesung und Diskussion
Wanderung mit Peter Baumgartner von der Buuseregg nach Maisprach, mit Lesung der drei Teile des Textes an unterschiedlichen Orten und Diskussion
Peter Baumgartner
10
16.9.2011
20h
Basel
Atelier von Hans-Jürg Meier
Drahtzugstrasse 28
(Claramatte)
Was ist gute Musik ?
Eine kleine Runde mit drei Gesprächsteilnehmern.
Hans-Jürg Meier Rudolf Kelterborn Hansjürgen Wäldele
11
17.9.2011
18h
Basel
Maison 44
Steinenring 44
Originalzeichnungen, Lesung, Musik
Präsentation der Originalzeichnungen, Lesung des Textes von Lukas Rohner
Plattform Nicht Dokumentierbarer Ereignisse
Clean Feed Festival
1. Scott Fields Freetet, João Lobo - drums, Hugo Antunes - bass, Scott Fields - electric guitar
2. Luo Chao Yun - pipa and Carl Ludwig Hübsch - tuba
3. Nicolas Rihs - bassoon and Hansjürgen Wäldele - oboe
Schreiben über frei improvisierte Musik
Gedankenflieger
& Aussicht
„Der Diskurs zur Freien Improvisation wird, besonders unter MusikerInnen der jün- geren Generation, kaum geführt. Zwar wird nach Konzerten, vor allem in kleinen Konzertlokalen, unter MusikerInnen gemeinsam mit BerufskollegInnen und dem Publikum intensiv und heftig, aber offen über das Gehörte und darüber hinaus diskutiert; diese Gespräche werden aber nicht bis ins Feld der Theorie getragen. Die MusikerInnen treten nicht als Sprechende oder Schreibende nach außen. Theoriebildung aus der Praxis heraus und damit eine aktive Beteiligung an der Diskursbildung scheint bisher weitgehend zu fehlen.
Auch auf Seiten der Theoretiker und Kritiker findet öffentliche Auseinandersetzung mit Freier Improvisation kaum statt – möglicherweise, weil Verständnis dafür sehr viel Teilnahme durch Hören verlangt und das Sprechen darüber sich nicht derselben Terminologie bedienen kann, mit der über kompositorische Prinzipien reflektiert wird. Um über diese Musik zu sprechen, müsste die Sprache erweitert werden, und daran müssten auch die MusikerInnen beteiligt sein. Es sind ja Begriffe, die unsere Vorstellungen prägen und begrenzen, die zu eng sind oder zu belastet, und die durch andere ersetzt oder einer Erweiterung unterzogen werden müssen.“ (M. Sturzenegger)
Dieter Nanz
Peter Mischung
Miriam Sturzeneger
Thomas Meyer
Lukas Rohner
Sebastian Kiefer
Christoph Schiller
Marianne Schuppe
Peter Baumgartner
Hansjürgen Wäldele
Nicolas Rihs
17
27.10.2011
19h
Berlin Exploratorium
Mehringdamm 55 (Sarotti-Höfe)
1. Hof, 3. OG
10961 Berlin-Kreuzberg
Texte, Gespräche und improvisierte Musik
An diesem Abend werden drei der beteiligten Autoren ausgewählte Texte und konträre Thesen des Buches präsentieren und mit dem Publikum diskutieren. Eingebettet wir die Veranstaltung in live improvisierte Musik von Michael Vorfeld (Perkussion) und Matthias Schwabe (Flöte, Viola)
Eintritt frei
Atelierkonzert mit Teilnehmerinnen des fortlaufenden Ensemblekurses von Marianne Schuppe
Marion Staub Anna Walser Vania Zschokke Anne-Christine Joyet Brigitte Bührer Marianne Schuppe, Stimmen
20
27.10 2011
23h03-24h00
SWR2
Studio Tübingen
Femous Improvisers Frauen in der freien Improvisationsszene
"Da ich in diesem Jahr in Donaueschingen ausschließlich Frauen engagieren werde, möchte ich diesmal auch den alljährlichen Programmschwerpunkt der SWR2-Jazzredaktion auf dieses Thema ausrichten. Insofern passt es natürlich sehr gut, wenn eine Musikerin über Aspekte des freien Improvisierens spricht. Lieber als eine Lesung aus dem Buch wäre mir aber ein offenes Gespräch über dessen Inhalte." Reinhard Kager
Die Sängerin Lauren Newton im Gespräch mit Julia Neupert
Das Buch wird aufliegen, nach dem Konzert besteht die Möglichkeit, bei einem Glas Wein über die Musik, aber auch über das Buch zu diskutieren. Urban Mäder ist einer der Autoren, ebenso wie der Gastgeber Christoph Schiller
Pouvons-nous, à travers l’instant improvisé, donner véritablement forme à l’expérience de l’écoulement du temps, ou sommes-nous irrémédiablement contraints par une forme préexistante ?
Auto-Garagen, Ausstellungsräume oder das Interieur eines Brockenhauses - immer öfter nutzen Musiker ungewohnte Orte, die ursprünglich nichts mit Musik oder einem Konzert zu tun haben. In Uster wurde so ein altes Gefängnis umfunktioniert. Der Trend zeigt sich vor allem in der neuen und der frei improvisierten Musik: Konzerte in der Sukkulentensammlung oder - wie kürzlich in Uster - Klänge im Knast.
Ein Besuch im Bezirks-Gefängnis, das seit 15 Jahren leer steht.
Freiheit ist Alles: Wo früher Verurteilte und Verdächtigte lange, einsame Tage absassen, stehen die Zellen weit offen und bekommen für einmal musikalisches Leben eingehaucht.
Um über diese Musik zu sprechen, müsste die Sprache erweitert werden. Es sind ja Begriffe, die unsere Vorstellungen prägen und begrenzen, die zu eng sind oder zu belastet, und die durch andere ersetzt oder einer Erweiterung unterzogen werden müssen.“ (M. Sturzenegger)
„Der Diskurs zur Freien Improvisation wird, besonders unter MusikerInnen der jüngeren Generation, kaum geführt, verglichen etwa mit der stark gewichteten Reflexion im Bereich der bildenden Kunst. Zwar wird nach Konzerten, vor allem in kleinen Konzertlokalen, unter MusikerInnen gemeinsam mit BerufskollegInnen und dem Publikum intensiv und heftig, aber offen über das Gehörte und darüber hinaus diskutiert; diese Gespräche werden aber nicht bis ins Feld der Theorie getragen. Die MusikerInnen treten nicht als Sprechende oder Schreibende nach aussen. Theoriebildung aus der Praxis heraus und damit eine aktive Beteiligung an der Diskursbildung scheint bisher weitgehend zu fehlen. Auch auf Seiten der Theoretiker und Kritiker findet öffentliche Auseinandersetzung mit Freier Improvisation kaum statt – möglicherweise, weil Verständnis dafür sehr viel Teilnahme durch Hören verlangt und das Sprechen darüber sich nicht derselben Terminologie bedienen kann, mit der über kompositorische Prinzipien reflektiert wird. Um über diese Musik zu sprechen, müsste die Sprache erweitert werden, und daran müssten auch die MusikerInnen beteiligt sein. Es sind ja Begriffe, die unsere Vorstellungen prägen und begrenzen, die zu eng sind oder zu belastet, und die durch andere ersetzt oder einer Erweiterung unterzogen werden müssen.“ (Miriam Sturzenegger, 2010)
Dieser Sammelband bietet genau dies: Dreiunddreissig hervorragende VertreterInnen der Improvisationsszene, aber auch Komponisten und Musikwissenschaftler reflektieren schreibend über frei improvisierte Musik. Ihre Beiträge bilden ein Puzzlespiel aus diskursiven, analytischen, philosophischen, selbstreflektiven, metaphorischen, erzählenden und poetischen Texten. Sie ergeben einen Einblick in Operationsmodi und Strategien, in denen sich verschiedene Facetten einer Poetik des freien Improvisierens abzeichnen.
Der Schweizerische Nationalfonds, die Kantone Basel-Stadt und Basel-Land,
der Kanton
Bern, die Ernst Göhner-Stiftung, der SUISA Stiftung für Musik, die Schweizer
Kulturstiftung Pro Helvetia, der Fachausschuss Musik BS/BL, die Fondation Nicati-De Luze, die Schweizerische Interpreten-Stiftung, die Georges und Jenny Bloch - Stiftung haben
bereits Ihre Unterstützung zugesagt - herzlichen Dank!