Sebastian Kiefer
René
Krebs Trio
So 16. März
11h00 Basel,
Imprimerie mit Roland Moser/Sebastian Kiefer/Thomas
Meyer
Philippe
Micol Trio
So 18.
Mai 11h00 Basel,
Imprimerie mit Sebastian Kiefer/Hansheinz Schneeberger/Thomas
Meyer
IMROVISATION VERSUS
KOMPOSITION?
Performative Widersprüche der Neuen Musik
Wer es heute ernst meint
in der Musik, komponiert nach alter Façon. Doch die
Selbstverständlichkeit, mit der man in der postrevolutionären
ära seit den siebziger Jahren den Begriff der Musik
wieder ans traditionelle Bild von Komponist und in konventioneller
Notation fixierte Werke band, ist dahin. Dieser Verlust
kann fruchtbar wirken auf die komponierte Musik, die längst
an der eigenen Redundanz leidet. Die Einsicht in das Nichteinholenkönnen
der selbstentfesselten Modernisierungsdynamik, in die Notwendigkeit,
das Sensorium auf musikalische Entwicklungen abseits der
Pontifikallinien der komponierten Neuen Musik einzustellen
und neu zu schärfen, wäre ein denkbar günstiges
Palliativum. So können musikalische Handlungen, die
als «Improvisieren» bezeichnet werden, eine
neue «kritische» Aktualität gewinnen gegenüber
der begriffsgeschichtlich starren Dualität von «Komposition»
und «Improvisation».
Sebastian Kiefer,
Dissonanz 100
Sebastian Kiefer,
geboren 1961 in Gießen, hat in Berlin Literaturwissenschaft,
Philosophie und Schulmusik studiert. Er unterrichtete an
der dortigen Hochschule für Musik und lebt ebenda als
Essayist und Kritiker.
Buchveröffentlichungen:
- Braver Junge – gefüllt mit Gift. Joseph Roth
und die Ambivalenz. Verlag J.B.Metzler, Stuttgart 2001
- Die Moderne und ihre Simulation. Eine Gegengeschichte
der deutschen Poesie, Urs Engeler Editor, Weil am Rhein/Basel
2004
frühere
Veranstaltungen:
14.
Dezember 2003
Matthias
Arter
Ensemble: Ist ein Solist einsam? Verderben
viele Köche den Brei?
25. Januar
2004
Rudolf
Lutz
Idiom und Freiheit: Von stilistischen Einschränkungen
und einigen illusionären Visionen.
14. März
2004
Alfred
Zimmerlin
Plan: Theoriebildung in der Improvisation.
Beobachtungen an den Wurzeln der Musik.
25. April
2004
Walter
Fähndrich
Halt und Makel: Gibt es objektive Qualitätskriterien
für Musik? Kann eine Improvisation "scheitern"?
6. Juni
2004
John
P. MacKeown
Spiel: Der Homo ludens in der Musik. Eine
etwas verspielte Musikgeschichte
16.
Januar 2005
Peter
K Frey
Improvisierte Musik im Internet:
Möglichkeiten dieses Mediums für die improvisierte
Musik
27.
Februar 2005
Marianne
Schuppe
An den Rändern der Sprache:
vom Spiel mit Bedeutungen
22.
Mai 2005
Christoph
Schiller
Präparieren,
Manipulieren:
die Bedeutung der sogenannten Klangforschung in der improvisierten
Musik
19.
Juni 2005
Lukas
Rohner
Mehrstimmiges
Blasen:
Begegnungen von Mehrklängen auf Oboe und Fagott mit
neuerfundenen Tastenblasinstrumenten
12.
Juni 2005
“Faites
vos Jeux”
Nocturne-Konzert:
Peter K Frey-
Kontrabass, Marianne
Schuppe
- Stimme, Christoph Schiller - Klavier, Lukas Rohner - Tastenblasinstrumente,
Hansjürgen Wäldele - Oboe, Nicolas Rihs
- Fagott
22.
Januar 2006
Urban Mäder
Es
gibt nur Improvisation
12.
Februar 2006
Philippe
Micol
Improvisation: Die
Kraft der Freiheit
26.
März 2006
Michel
Seigner
"Freie Improvisation"- Ein irreführender
Begriff
7.
Mai 2006
Hans-Jürg
Meier
Formale Verpflichtungen aus dem Moment
1.
Juni 2006
Nocturne-Konzert
von
und mit: Hans-Jürg Meier – Blockflöten,
Hansjürgen
Wäldele - Oboe,
Philippe Micol – Klarinette/Saxophon, Nicolas
Rihs - Fagott, Michel
Seigner – Gitarre/Electronics, Urban Mäder –
Klavier
11.
Februar 2007
Mischa
Käser
die
musikalische Geste
18. März 2007
Matthias
Schwabe
Sichtbare Musik (visual music)
29. April 2007
Sylwia
Zytynska
Geste(r)n und Morgen
13. Mai 2007
Peter
Baumgartner
Kritik der Geste
2.
Juni 2007
1
Soiree: 4 Porträts
Von
und mit: Mischa Käser –
Stimme, Hansjürgen
Wäldele - Oboe, Nicolas Rihs - Fagott,
Matthias Schwabe – Klingende Materialien, Sylwia Zytynska
– Schlagzeug, Peter Baumgartner – Powerbook