| |
Unter dem
Titel "vom Potential einer musikalischen Geste"
suchen wir, Hansjürgen Wäldele und Nicolas
Rihs, im Konzert mit Musik, Reflexion und Diskussion
neue Wege der Auseinandersetzung mit musikalischen Grundfragen.
Dies ist ein Versuch Theorie und Praxis in einer Veranstaltung
zu verbinden, der/m BesucherIn ein kommentiertes Konzert bzw.
ein illustriertes Seminar zu bieten.
Ziel dieser experimentellen kulturellen Initiative ist uns
die Begegnung von Musikschaffenden und Musikliebhabern in
immer neuen Formen.
Im
ersten Jahr waren es vor allem elementare musikalische
Fragestellungen wie die unterschiedliche Haltung von Solist
und Ensemblemusiker, Idiome, Reflexion, Missverständnis
und Fehlleistung und der Aspekt des absoluten
Spiels in der Freien Improvisation. Zu jedem Thema
haben wir eine Musikerpersönlichkeit eingeladen, deren
Wirken für uns in unmittelbarer Beziehung zu der Thematik
einer Matinee stand. Es waren dies Matthias Arter,
Rudolf Lutz, Alfred Zimmerlin,
Walter Fähndrich und John P.
Mac Keown.
Im zweiten Jahr brachten die Gäste ein
eigenes Thema, das ihnen besonders am Herzen lag. JedeR MusikerIn
hatte sein Steckenpferd, das sich wie ein roter Faden durch
ihr/sein Schaffen zieht. Themen wie „Improvisierte
Musik im Internet“, „An den Rändern der Sprache“,
„Präparieren, Manipulieren“, „Mehrstimmiges
Blasen“, bildeten den Focus der Veranstaltungen.
Die Gäste waren Peter K Frey, Marianne
Schuppe, Christoph Schiller und
Lukas Rohner.
Die aussergewöhnlich positive Resonanz des Publikums
und der Presse, das grosse Interesse vieler MusikerInnen an
einer Teilnahme und unser eigener ungebrochener Appetit haben
uns ohne Zögern zu einer Weiterführung unseres Vorhabens
motiviert.
Am 22.
Januar 2006 beginnt die Fortsetzung unserer Reihe
„Aspekte der Freien Improvisation“
zum Thema: Wie „frei“ ist Freie Improvisation?
Freiheit ist das höchste Gut – dies scheint ein
modernes Dogma zu sein, dem nicht gerne widersprochen wird.
Aber wie frei kann eine Gesellschaft sein? Wie frei ist die
Kunst? Die Musik? Die „Freie Improvisation“?
Entstehen Spielräume nicht erst durch Grenzen? Liegt
nicht in der Beschränkung der Keim der Form? Aber vielleicht
ist es ja die Freiheit des Künstlers, seine Grenzen selbst
zu setzen, sie zu beschreiten oder zu verwerfen. Vielleicht
ist gerade hier ein Feld, in dem sich die Improvisation und
Komposition besonders nahe sind.
In unseren 4
Matineen und 1 Nocturne suchen wir die Begegnung mit vier
improvisierenden Komponisten, die sehr unterschiedliche Antworten
auf diese Fragen gefunden haben:
22. Januar 2006 Es gibt nur Improvisation
mit Urban Mäder
12. Februar Improvisation: Die Kraft der Freiheit
mit Philippe Micol
26. März "Freie Improvisation" - Ein
irreführender Begriff mit Michel
Seigner
7. Mai Formale Verpflichtungen aus dem Moment
mit Hans-Jürg Meier
1. Juni 2006 „Faites vos Jeux“
Nocturne-Konzert
mit allen Gästen
Auf der Info-Homepage
www.getreidesilo.net
finden Sie weitere Informationen über unser Projekt.
Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
|