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22.1.-1.6.2006 Wie "frei" ist Freie Improvisation? 4 Matineen + 1 Nocturne
 
   
 
 
 

Unter dem Titel "vom Potential einer musikalischen Geste" suchen wir, Hansjürgen Wäldele und Nicolas Rihs, im Konzert mit Musik, Reflexion und Diskussion neue Wege der Auseinandersetzung mit musikalischen Grundfragen.
Dies ist ein Versuch Theorie und Praxis in einer Veranstaltung zu verbinden, der/m BesucherIn ein kommentiertes Konzert bzw. ein illustriertes Seminar zu bieten.
Ziel dieser experimentellen kulturellen Initiative ist uns die Begegnung von Musikschaffenden und Musikliebhabern in immer neuen Formen.

Im ersten Jahr waren es vor allem elementare musikalische Fragestellungen wie die unterschiedliche Haltung von Solist und Ensemblemusiker, Idiome, Reflexion, Missverständnis und Fehlleistung und der Aspekt des absoluten Spiels in der Freien Improvisation. Zu jedem Thema haben wir eine Musikerpersönlichkeit eingeladen, deren Wirken für uns in unmittelbarer Beziehung zu der Thematik einer Matinee stand. Es waren dies Matthias Arter, Rudolf Lutz, Alfred Zimmerlin, Walter Fähndrich und John P. Mac Keown.

Im zweiten Jahr brachten die Gäste ein eigenes Thema, das ihnen besonders am Herzen lag. JedeR MusikerIn hatte sein Steckenpferd, das sich wie ein roter Faden durch ihr/sein Schaffen zieht. Themen wie „Improvisierte Musik im Internet“, „An den Rändern der Sprache“, „Präparieren, Manipulieren“, „Mehrstimmiges Blasen“, bildeten den Focus der Veranstaltungen. Die Gäste waren Peter K Frey, Marianne Schuppe, Christoph Schiller und Lukas Rohner.
Die aussergewöhnlich positive Resonanz des Publikums und der Presse, das grosse Interesse vieler MusikerInnen an einer Teilnahme und unser eigener ungebrochener Appetit haben uns ohne Zögern zu einer Weiterführung unseres Vorhabens motiviert.

 

Am 22. Januar 2006 beginnt die Fortsetzung unserer Reihe „Aspekte der Freien Improvisation“ zum Thema: Wie „frei“ ist Freie Improvisation?
Freiheit ist das höchste Gut – dies scheint ein modernes Dogma zu sein, dem nicht gerne widersprochen wird. Aber wie frei kann eine Gesellschaft sein? Wie frei ist die Kunst? Die Musik? Die „Freie Improvisation“?
Entstehen Spielräume nicht erst durch Grenzen? Liegt nicht in der Beschränkung der Keim der Form? Aber vielleicht ist es ja die Freiheit des Künstlers, seine Grenzen selbst zu setzen, sie zu beschreiten oder zu verwerfen. Vielleicht ist gerade hier ein Feld, in dem sich die Improvisation und Komposition besonders nahe sind.

In unseren 4 Matineen und 1 Nocturne suchen wir die Begegnung mit vier improvisierenden Komponisten, die sehr unterschiedliche Antworten auf diese Fragen gefunden haben:
22. Januar 2006 Es gibt nur Improvisation mit Urban Mäder
12. Februar Improvisation: Die Kraft der Freiheit mit Philippe Micol
26. März "Freie Improvisation" - Ein irreführender Begriff mit Michel Seigner
7. Mai Formale Verpflichtungen aus dem Moment mit Hans-Jürg Meier
1. Juni 2006 „Faites vos Jeux“ Nocturne-Konzert mit allen Gästen

Auf der Info-Homepage www.getreidesilo.net finden Sie weitere Informationen über unser Projekt.
Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

 

 
 
Hansjürgen Wäldele 0(049)7626 1041 Entfernen Sie bei der Email-Adresse die Tiefstriche (Underscores) am Anfang und am Schluss
 
Entfernen Sie bei der Email-Adresse die Tiefstriche (Underscores) am Anfang und am Schluss Nicolas Rihs 0(041)32 / 322 17 53
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Stand: 20.02.2006