presseinfo.07
Aspekte der Freien Improvisation: 11.2. - 2.6.2007
 
   
 
 
 

„Nach der Mahlzeit, welche mit Geschmack bereitet und mit heiterem Vergnügen verzehrt wurde, erhielt ich’s von ihm, dass er sich abermals ans Klavier setzte; und er spielte, ohne daß er lange dazwischen aufhörte, fast bis elf Uhr abends. Während dieser Zeit geriet er dergestalt in Feuer und wahre Begeisterung, daß er nicht nur spielte, sondern die Miene eines außer sich Entzückten bekam. Seine Augen stunden unbeweglich, seine Unterlippe senkte sich nieder, und seine Seele schien sich um ihren Gefährten nicht weiter zu bekümmern als nur, soweit er ihr zur Befriedigung ihrer Leidenschaft behülflich war.“
Bericht von Charles Burney über Carl Philipp Emanuel Bach, in seinem Tagebuch einer musikalischen Reise 1770 - 1772

 

Zeitgenössische Musik aus der Optik der Improvisation
Welcher Kenner oder Liebhaber klassischer Musik gäbe nicht ein Vermögen dafür, einmal, und sei es nur für wenige Minuten, einen Johann Sebastian Bach an der Orgel improvisieren zu hören, dem freien Phantasieren eines Mozart oder dem eigenwilligen Extemporieren eines Beethoven zu lauschen…? Gewiss haben diese Komponisten auch „Phantasien“ aufgeschrieben, aber dies sind doch Kompositionen, und nichts von dem was notiert ist kann uns auch nur den Schatten einer Vorstellung davon geben, wie eine Improvisation geklungen haben mag.

 

 

 

Aspekte der Freien Improvisation, 11.2.-2.6.2007

vom Potential einer musikalischen Geste
In der kleinsten musikalischen Geste schlummert oft im Keim eine ganze Oper.
Wird ein wacher Geist das Mögliche hörend erkennen und mit leidenschaftlichem Geschick die bezauberndsten Klänge und phantastischsten Welten schöpfen?
In unserer Reihe „Aspekte der Freien Improvisation“ suchen wir mit unseren Gästen und dem Publikum neue Wege der Auseinandersetzung mit musikalischen Grundfragen.

Hansjürgen Wäldele, Nicolas Rihs und Gäste

Presse: foto&bio

 

In 4 Matineen und 1 Soiree mit 4 Porträts suchen wir, Hansjürgen Wäldele und Nicolas Rihs, mit Musik, Reflexion und Diskussion neue Wege der Auseinandersetzung mit musikalischen Grundfragen.
Dies ist ein Versuch Theorie und Praxis in einer Veranstaltung zu verbinden, der/m BesucherIn ein kommentiertes Konzert bzw. ein illustriertes Seminar zu bieten. Ziel dieser Initiative ist uns die Begegnung von Musikschaffenden und Musikliebhabern in immer neuen Formen.

Im ersten Jahr waren es vor allem elementare musikalische Fragestellungen wie die unterschiedliche Haltung von Solist und Ensemblemusiker, Idiome, Reflexion, Missverständnis und Fehlleistung und der Aspekt des absoluten Spiels in der Freien Improvisation. Zu jedem Thema haben wir eine Musikerpersönlichkeit eingeladen, deren Wirken für uns in unmittelbarer Beziehung zu der Thematik einer Matinee stand. Es waren dies Matthias Arter, Rudolf Lutz, Alfred Zimmerlin, Walter Fähndrich und John P. Mac Keown.

Im zweiten Jahr brachten die Gäste ein eigenes Thema, das ihnen besonders am Herzen lag. JedeR MusikerIn hatte sein Steckenpferd, das sich wie ein roter Faden durch ihr/sein Schaffen zieht. Themen wie „Improvisierte Musik im Internet“, „An den Rändern der Sprache“, „Präparieren, Manipulieren“, „Mehrstimmiges Blasen“, bildeten den Focus der Veranstaltungen. Die Gäste waren Peter K Frey, Marianne Schuppe, Christoph Schiller und Lukas Rohner.

Im dritten Jahr setzten wir unsere Reihe fort zum Thema: Wie „frei“ ist Freie Improvisation? Vier improvisierende Komponisten haben auf diese Frage sehr unterschiedliche Antworten gefunden: Urban Mäder: Es gibt nur Improvisation, Philippe Micol: Improvisation: Die Kraft der Freiheit, Michel Seigner: "Freie Improvisation" - Ein irreführender Begriff, Hans-Jürg Meier: Formale Verpflichtungen aus dem Moment

Die aussergewöhnlich positive Resonanz des Publikums und der Presse, das grosse Interesse vieler MusikerInnen an einer Teilnahme und unser eigener ungebrochener Appetit haben uns ohne Zögern zu einer Weiterführung unseres Vorhabens motiviert.

 

In unserer Reihe 2007 nehmen wir unseren Titel zum Thema: vom Potential einer musikalischen Geste. In der kleinsten musikalischen Geste schläft oft im Keim eine ganze Oper. Wird ein waches Gespür das Mögliche hörend erkennen und mit leidenschaftlichem Geschick die herrlichsten Gebilde und phantastischsten Welten schöpfen?
Die vier geladenen Gäste beleuchten das Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven:

11. Februar 2007 mit Mischa Käser - Stimme, Zürich
18. März 2007 mit Matthias Schwabe - Klavier, Berlin:
Sichtbare Musik (visual music)
29. April 2007 mit Sylwia Zytynska - Schlagzeug, Basel: Geste(r)n und Morgen
13. Mai 2007 mit Peter Baumgartner - Powerbook, Basel: Kritik der Geste

Am 2. Juni 2007 laden wir in die Gare du Nord zur Soiree mit 4 Porträts. Wir geben unseren 4 Gästen "carte blanche": sie werden zum Thema unserer Reihe je 1 Stunde Musik gestalten. Genaue Angaben finden Sie hier: Soiree mit 4 Porträts

 

 

Presse: foto&bio

Auf der Info-Homepage www.getreidesilo.net finden Sie weitere Informationen über unser Projekt.
Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

 

Herzlichen Dank der Musik-Akademie der Stadt Basel - Allgemeine Musikschule (Freie Kurse), dem Fachausschuss BS/BL Musik, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, dem Migros Kulturprozent, der Kulturstiftung Winterthur, der Artephila Stiftung für ihre Unterstützung !

 

.

.

 

 
Hansjürgen Wäldele 0(049)7626 1041 Entfernen Sie bei der Email-Adresse die Tiefstriche (Underscores) am Anfang und am Schluss
 
Entfernen Sie bei der Email-Adresse die Tiefstriche (Underscores) am Anfang und am Schluss Nicolas Rihs 0(041)32 / 322 17 53
 
  Up               
 
Stand: 25.05.2007