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Potential einer musikalischen Geste
Aspekte der Freien Improvisation
Musik, Referate und Diskussionen
3. Matinee
Sonntag, 14. März
2004, 11.00 - 12.30 Uhr
Musik-Akademie Basel "Haus Kleinbasel", Rebgasse
70, 4058 Basel
Hansjürgen Wäldele,
Nicolas Rihs und Alfred Zimmerlin
Plan: Theoriebildung
in der Improvisation. Beobachtungen an den Wurzeln der Musik.
Was für die Interpretation jedes
notierten Werkes gilt, tritt bei der Improvisation mit besonderer
Vehemenz zu Tage: wenn wir die Musik, die wir spielen nicht
auch denken, geraten wir unversehens in den Strudel unserer
Abkunft, verfangen uns in einem Netz vertrauter Figuren und
bewährter Wendungen, das die Leere der langsam wachsenden
Distanz zwischen Spiel und Spielendem mit Sicherheit und Routine
füllt. Wenn wir aber während des Spielens zu denken
beginnen, die Situation beurteilen und Pläne schmieden,
ist der Kontakt zum Stück bereits abgebrochen, das Spiel
verdorben, und jede Suche nach Folgerichtigkeit vergebens
Alfred Zimmerlin
* 12.4.1955
Studium der Musikwissenschaft und Musikethnologie an der Universität
Zürich bei Kurt
von Fischer und Wolfgang Laade. Theorie bei Peter Benary,
Kompositionsstudien bei
Hans Wüthrich-Mathez und Hans Ulrich Lehmann. Seit 1980
Mitarbeit in der "Werkstatt
für improvisierte Musik" (WIM) Zürich. 1982
und 1984 Werkjahrstipendien des Aargauischen Kuratoriums,
1986 Musikpreis der C. F. Meyer-Stiftung, 1988 Werkjahr für
Komposition der Stadt Zürich, 1999 erneut Werkjahr des
Aargauischen Kuratoriums.
2001 auf Einladung von Pro Helvetia Résidence in Kairo.
Als improvisierender Musiker (Violoncello) international in
verschiedenen Formationen tätig, Konzerte und Rundfunkaufnahmen
in Europa und den USA.
Die Werkliste von Alfred Zimmerlin umfasst bis heute rund
fünfundvierzig Kompositionen, darunter zehn Klavierstücke,
Kammermusik mit oder ohne Live-Elektronik, Vokalmusik. Seine
jüngsten grösseren Werke sind "Weisse Bewegung"
für Violoncello, Klaver und Schlagzeug, "In Bewegung
(Nature Morte au Rideau)" für Klavier, dreizehn
Solostreicher und Tonband, "In Bewegung (La pendule de
marbre noir)" für Traversflöte und dreizehn
Streichinstrumente und "Paysage bleu" für Chor,
Orchester und Tonband.
Als improvisierender Musiker ist Alfred Zimmerlin auf zahlreichen
Schallplatten zu hören, darunter Aufnahmen mit dem Trio
KARL ein KARL, dem Tony Oxley Celebration Orchestra, Christoph
Gallio, The Great Musaurian Songbook u.v.a.m. Kompositionen
von ihm wurden auf den Labels Jecklin Disco, RÉR, Altri
Suoni und Edition Wandelweiser Records veröffentlicht.
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